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Die 9,5 Thesen

These 4: Die Schöpfungsgeschichte ist noch nicht zu Ende

Laut Bibel ist die Welt innerhalb von sieben Tagen erschaffen worden.

Das kann man glauben oder auch nicht.

Denken wir mal genau nach:

Ein Tag dauert 24 Stunden - solange, wie die Erde braucht, sich einmal um sich selbst zu drehen. Seit jeher wurde die Länge eines Tages anhand von Sonne und Mond gemessen.

Nach dem Schöpfungsbericht wurden Sonne und Mond jedoch erst am vierten Tag erschaffen.

Woher sollte man dann wissen, wie lange ein Schöpfungstag vorher gedauert hatte?

Ein Widerspruch?

Im zweiten Brief des Petrus steht im dritten Kapitel, dass bei Gott ein Tag wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag.

Es handelt sich also vielmehr um einen symbolischen Zeitraum als um einen „Tag“ in unserem heutigen Sinne.

Von der Entstehung der Welt wissen wir, dass sie nicht nur Tausende, sondern Milliarden Jahre gedauert hat.

Nehmen wir aber einmal an, Petrus redet hier nicht von der materiellen Erschaffung der Welt, sondern von Gottes Heilsgeschichte.

Diese Heilsgeschichte begann vor 6000 Jahren an einem Ort namens Eden, mit Adam und Eva.

Sie waren nicht die ersten Menschen auf Erden, aber die ersten Menschen, die Gott erkannten.

Nach Petrus stehen diese 6000 Jahre für die ersten sechs Tage der Schöpfung.

Fehlt also nur noch der siebte, jener „Tag des Heils“, an dem das Reich Gottes auf Erden zu entstehen beginnt. Dieser Tag soll tausend Jahre dauern.

Die Geschichte Gottes ist noch nicht zu Ende – wir sind immer noch mittendrin!

Wann aber genau beginnt dieser siebte Tag?

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